Nun hat der Jugendwahn auch Kärnten erreicht.
In Klagenfurt dürfen über 50 jährige nicht als Senioren bezeichnet werden.

 

Der Bürgermeister der Stadt Klagenfurt sowie der für Soziales zuständige Stadtrat haben in einer Aussendung den Bürgern über 50 ein digitales Informationssystem angeboten. Beim Magistrat können sich Klagenfurter für die Bereiche Sport, Kunst, Gesundheit und Weiterbildung anmelden und bekommen - entweder als Brief, E-Mail oder SMS - die von ihnen gewünschten Informationen zugesandt. In dieser Aussendung haben der Herr Bürgermeister und sein Stadtrat zu entscheiden geruht, die über 50 jährigen als Senioren anzusprechen. Aber genau das hätten sie nicht tun dürfen. Schon am 1. Tag fanden sich 500 Personen bewogen, darunter auch 70 jährige, ihren Unmut gegen die Anrede "Senioren" Kund zu tun. Im Lichte dieser Entscheidung und vom Wunsche beseelt, dem Wähler nach dem Munde zu reden, sprach der Herr Bürgermeister: "Wir haben in der Kommunikation einen Fehler gemacht und nehmen die Bezeichnung Senior zurück.

Nun, mir ist nicht bekannt, welche Kriterien erforderlich sind um jemanden ohne ihn zu beleidigen als "Senior" anreden zu dürfen. Es dürfte aber auch den Fanatikern des Jugendkultes in Kärnten nicht entgangen sein, dass sich über 50 jährige nicht mehr zur Spaß und Ketchupgesellschaft zählen können. Scheinbar gibt es Menschen die ihre ambivalente Geisteshaltung öffentlich kund tun. Unternehmen sie den Versuch mit 50, ihrer Meinung nach in den wohlverdienten Ruhestand zu treten, dann ist die Bezeichnung Senior keine Beleidigung. Beabsichtigen sie aber mit 70 einen jungen Partner zu ehelichen, dann allerdings wird das Wort Senior zur Schande.

Ich persönlich finde es diskriminierend wenn Profilierungs Neurotiker schon das Wort Senior als Schande empfinden. Sicher ist es falsch, alle in einen Topf zu werfen. Die einzige Hoffnung liegt im Vertrauen auf die Werbung: "Kärnten ist anders".

Autor: Franz Hofmann 107