Die Weihnachtgeschichte 2004

 

Weihnachten - eine Zeit des Jahres die die Menschen am meisten bewegt und verändert, Neider, Egoisten und Korruptionisten werden plötzlich zu reinen Wohltäter. Mitleid heißt das Schlagwort dem sich alle verpflichtet fühlen. Alle Vereine die Menschenrechte und Hilfsbereitschaft als Basis ihrer Daseinberechtigung, eindeckt haben, nützen diese Scheinheiligkeit um kurz vor dem Heiligen Abend ihre Spenden noch rechtzeitig ins Trockene zu bringen. Würde man dieser Behauptung widersprechen, könnte man ja Aktionen wie Die Schuhschachtel oder Licht ins Dunkle auch auf Fronleichnam verlegen.

Im Lichte dieser weihnachtlichen Gesinnung steht auch nachstehende Geschichte, die an Gemeinheit nicht mehr zu überbietenden ist und bis jetzt von der Gesellschaft kritiklos zur Kenntnis genommen wurde.

Erinnern wir uns noch an den Beginn des Golfkrieges 2003 als amerikanische und britischen Bomben Tod und Elend nach Bagdad brachten.( Laut der Homepage des arabischen Senders Aljazeera wurden
in den ersten Monaten des Krieges 38 000 Zivilisten meist alte Menschen, Frauen und Kinder getötet). Unter den Jubelmeldungen der Amerika-
hörigen Medien war auch die eines kleinen Jungen, der nach einem Bombenangriff neben den Leichen seiner Eltern und Geschwister mit abgerissenen Armen gefunden wurde. Um die Humanität des Krieges zu untermauern wurde er damals vor den Augen der Weltöffentlichkeit von den Amerikanern in ein Krankenhaus nach Kuwait geflogen.
Am Samstag den 11.12. 2004 berichtete eine Salzburger Tageszeitung neuerlich über den Jungen folgendes:

Bombenopfer wurde Fußmaler

Der 13. jährige Iraker Ali Abbas, der bei einem US Bombenangriff in Bagdad im März 2003 beide Arme verloren hat, ist in seiner neuen Heimat Großbritannien ein begabter Künstler geworden. Die Aquarelle des Buben sind so gut, dass aus dem Erlös für Karten mit seinen Motiven bisher 60 Rollstühle für die im Krieg verletzten Kinder gekauft werden konnten.

Gehen wir davon aus, dass England ein Rechtstaat ist, dann wurde dem Kind da noch minderjährig, ein Sachwalter zur Seite gestellt. Es kann also über das Geld das es als Fußmaler verdient nicht selbst verfügen und bestimmen. Das Geld wird ihm also weggenommen und es wird gezwungen für die Collateralschäden, wie die War Lords Bush und Blair zu sagen pflegen, zu zahlen. Der Krieg hat bis jetzt Milliarden von Dollar verschlungen aber scheinbar schämt sich niemand, wenn dem kleinen Jungen dem unfassbares Leid widerfahren ist, seine Geld einem Zweck zugeführen wird, für den diejenigen Zuständig wären,die ihn zum Kriegopfer gebomt haben. In einigen Jahren ist der Krieg im Irak vergessen, der Bekanntheitsgrad des jungen Ali wird schwinden und die Gesellschaft wird ihre Gunst anderen sensationell ausschlachtbaren Opfern zuwenden. Seine Karten wird er dann genau so schwer verkaufen können, wie alle anderen Fußmaler. Rücklagen wird es keine geben, die haben seine Erziehungsberechtigten zu Weihnachten 2004 in Rollstühle investiert. Ali wird als Bettler auf der Straße seine Karten feilbieten, während sich Blair und seine Helfershelfer in den wohl verdienten Ruhestand abgesetzt haben werde.

Alle Gutmenschen denen es bei dieser Geschichte nicht die Zornesröte ins Gesicht treibt, sollten überlegen, ob sie diesen Titel noch verdienen. Der Aufschrei ist ausbleiben, man arrangiert sich lieber an Themen, mit denen hier zu Lande Politik zu machen ist.
Allen anderen Wünsche ich recht Frohe Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr. Es würde mich freuen, wenn Sie auch 2005 meine Homepage aufsuchen würden.


Autor: Franz Hofmann (113)