Keine Chance der Grippe
Herbst und Winter sind Erkältungszeit. Doch gefährlicher als ein grippaler Infekt ist die Virusgrippe (Influenza). Sie hat meist einen sehr schweren Verlauf. Für Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann sie lebensgefährlich sein. Grund zur Panik, wie sie machmal gerne geschürt wird, ist das allerdings nicht.

"Erkältung"

Erkältungen oder grippale Infekte sind unangenehm, aber harmlos. Sie werden von Erkältungsviren ausgelöst und kündigen sich in der Regel einige Tage vorher an. Zunächst kratzt es im Hals und die Nase juckt. Etwas später kommen häufig Schnupfen, Husten und Heiserkeit dazu. Wenn Fieber überhaupt auftritt, dann steigt es langsam an und erreicht bei Erwachsenen maximal einen Wert von 39 Grad, bei Kindern maximal 39,5 Grad. Danach tritt langsam einer Erholung ein. Daher gilt als alte Faustregel: Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage.

Keine Chance der Grippe
Herbst und Winter sind Erkältungszeit. Doch gefährlicher als ein grippaler Infekt ist die Virusgrippe (Influenza). Sie hat meist einen sehr schweren Verlauf. Für Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann sie lebensgefährlich sein. Grund zur Panik, wie sie machmal gerne geschürt wird, ist das allerdings nicht.

Woran Influenza und grippaler Infekt zu erkennen sind


Wer vor allem in der zweiten Phase das Bedürfnis nach Bettruhe verspürt, sollte sich ins Bett legen und dort die Krankheit kurieren. Spätestens nach zehn bis 14 Tagen sollte eine Erkältung aber abgeklungen sein. Ist das nicht der Fall oder steigt das Fieber länger als zwei bis drei Tage über die genannten Werte, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen, denn dann sind wahrscheinlich Bakterien im Spiel, die eine Mandel-, Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung verursachen können.

Influenza
Die Influenza ist eine hoch ansteckende Krankheit. Als Virusquelle dient in Epidemiezeiten der infizierte Mensch. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel durch Husten oder Niesen. Haupterkrankungszeit ist der Winter. Als Eintrittspforte, Ansiedlungs- und Vermehrungsort dienen dem Virus die oberen Atemwege, insbesondere die Bronchialschleimhaut. Ansteckend sind infizierte Patienten ein bis zwei Tage vor und bis zu sieben Tagen nach dem Auftreten der Krankheitssymptome.

Das Krankheitsbild der Influenza
Nach einer Inkubationszeit von ein bis fünf Tagen kann sich dann das akute Krankheitsbild mit einer Dauer von acht bis zehn Tagen entwickeln. Die Beschwerden sind allgemein stärker als bei einem grippalen Infekt. Typisch sind:

- plötzlich auftretendes hohes Fieber (38 bis 41 Grad),

- Glieder- und Muskelschmerzen,

- Kopfschmerzen,

- allgemeines Krankheitsgefühl,

- Appetitlosigkeit,

- Lichtscheu,

- trockener Husten,

- verstopfte Nase,

- Schnupfen und Halsschmerzen.

Mögliche Komplikationen
Komplikationen können in allen Altersklassen, insbesondere aber bei Kindern, alten Menschen und chronisch Kranken (u. a. Atemwege, Herz, Immunsystem, Blut, Nieren, Stoffwechsel) auftreten. Schuld daran sind in vielen Fällen Bakterien, die im Schlepptau der Grippeviren in den vorgeschwächten Körper eindringen. Zu den Folgeinfektionen zählen Lungenentzündung, Herzmuskel-, Herzbeutel-, Hirnhaut- und Gehirnentzündung, Entzündungen des Rückenmarks, Mittelohrentzündung, Muskelentzündung, Fieberkrämpfe und Pseudokrupp. Pseudokrupp ist eine Viruserkrankung der Atemwege, die vor allem bei Kindern auftritt. Symptome sind bellender, kampfartiger Husten, Heiserkeit, pfeifender Atem. Durch Sauerstoffmangel kann sich das Gesicht des Erkrankten blau verfärben.

Quelltext: MDR-Ratgeber (115)