Die Geldquelle Wasser

Zum Weltwassertag am 22.März 2008


Fast gebetsmühlenartig werden wir „Alten“ aufgefordert, den Jungen eine heile und friedliche Umwelt zu hinterlassen, obwohl die meisten von uns nicht mehr an den Hebeln der Macht sitzen und so als Entscheidungsträger nicht mehr in Frage kommen. Andererseits werden Probleme hochstilisiert die als solche nicht zu erkennen, aber Großkonzernen zur Gewinnmaximierung nützlich sind.

Abgelenkt von Horrormeldungen über Umweltschäden haben multinationale Konzerne Wasser als die Ölquellen des 21. Jahrhundert entdeckt. Zugang zu sauberen Trinkwasser hat ein enormes Wachstumspotential und ist heute ein Milliardengeschäft. Wasser aus dem Hahn wird nur mehr vernachlässigt, siehe Nestle und Coca-Cola, im wasserreichen Brasilien werden die Quellen aufgekauft. Die Werbung von Nestle „frisch von der Natur“ und beim Verbraucher kommt ein richtiges Durstgefühl auf. Tafelwasser wird zum 100 fachen Preis angeboten.

In Österreich ist der Kampf um die Vorherrschaft der Verteilung von Trinkwasser noch nicht entschieden. Wenn wir unseren Nachkommen tatsächlich eine heile und friedvolle Umwelt hinterlassen, müssen wir beginnen unser Wasser zu retten. Nicht nur vor Verschmutzung sondern vor der Privatisierung. Neben Luft ist Wasser unsere Lebengrundlage. Seit über hundert Jahren liegt die öffentliche Wasserversorgung hauptsächlich in den Händen der verantwortlichen Komunnen.

In einem am 7.5.2003 vorgelegten Plan, erwägt die EU-Kommission die Öffnung des Wassersektors für den Wettbewerb. Es ist klar, dass die EU-Kommission Interesse an einer Liberalisierung hat, (vertritt immer die Großkonzerne). Umso wichtiger ist es, unseren Vertreter in der Kommission klar zu machen, dass jeder Kompromiss um das blaue Gold von heute, einem Verrat Österreichs gleichkommt und wir im allgemeinen Interesse kämpfen werden, dass Wasser nicht dort fließt, wo das Kapital fließt. Wasser ist Allgemeingut und muss in unseren Händen bleiben. Die Regierung und unsere Vertreter in Brüssel dürfen den Druck der Multis nicht nachgeben die eine Privatisierung vorantreiben. Jeder Mandatar muss wissen, wenn er sich an unserem Wasser vergreift, ist seine politische Karriere beendet. Die Senioren stellen ein nicht zu unterschätzendes Wählerpotential dar. Jetzt müssen wir „Alten“ uns anstrengen, dass wir unseren Aufgaben nachkommen und unseren Kindern ihr eigenes Wasser sichern. Bei all diesen Anstrengungen dürfen wir uns nicht wieder von Politgauklern hinters Licht bzw. unters Wasser führen lassen. Wir sind es der Nachwelt schuldig.

Autor:Franz Hofmann (117)