Senioren werden kriminalisiert wenn sie dem multikulturellen Leben nicht mehr gewachsen sind.

Schockiert haben die Medien am 20.3.2009 den Jahresbericht der ZARA (Zivilcourage und Anti-Rasismus-Arbeit) kommentiert. Für die Ursachen der ablehnenden Haltung gegenüber Fremden wurde unter anderen die Lärmerregung von Nachbarn in Mietwohnungen angeführt. Leider wurde auf die daraus zwangsläufig verursachte Verschlechterung der Lebensqualität, insbesonders älterer Menschen nicht eingegangen und die Vorfälle einfachhalber als rasistisch abgetan. Zu einfach wie sich die Situation in Salzburg darstellt.


In den sechziger Jahren des 20.Jahrhundert wurde in Salzburg der Stadtteil Lehen (ehemals Itzlinger Au) buchstäblich aus dem Boden gestampft.

In diesem Stadtteil wohnen heute über 30 000 Menschen. Damals, im vorigen Jahrtausend wurden vor allem junge Familien aller gesellschaftlichen Gruppen angesiedelt.

Inzwischen sind die damals Jungen, alt geworden und viele haben den Stadtteil verlassen. In die nun frei gewordenen Wohnungen kamen Zuwanderer aus allen möglichen Kulturkreisen. Viele von diesen glauben immer noch die Zelte im wilden Kurtistan oder im Kongo aufge-
schlagen zu haben und scheren sich um die Hausordnung so gut wie nicht.

Die Lebensqualität der noch verblieben Menschen ist gesunken, meist ist es unzumutbarer Lärm der besonderes ältere Senioren nervt und sie von einem ruhigen Pensionisten dasein erst ab drei Uhr Früh träumen lässt. Beschwerden werden aber für die Betroffenen sofort zum Bumerang. Jeder Beschwerdeführer wird, wenn sein Nachbar nicht in Österreich geboren wurde oder nicht der deutschen Zunge mächtig, als fremdenfeindlich abgestempelt. Manche Zeitgenossen können in ihrer übertriebenen Gefühlsduselei nicht mehr zwischen berechtigter Kritik und Fremdenfeindlichkeit unterscheiden. Viele Politiker wollen gar nicht mehr unterscheiden und benützen das Wort Fremdenfeindlichkeit zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele und Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung. Am lautesten schreien diejenigen gegen die Fremdenfeindlichkeit, die sich in ausländer freie Zonen wie dem Stadtteil Parsch oder Aigen abgesetzt haben und ihre in Lehen zurück gelassenen Eigentumswohnungen zu Wucherpreisen an Ausländer vermieten. Man schreckt nicht einmal mehr zurück berechtigte Beschwerden als Fremdenhass ab zu qualifizieren.

Fremdenfeindlichkeit ist keine Erfindung derer die fremdenfeindlich sind, sondern ein Versagen derer die nichts dagegen tun. Und genau da liegt der Hacken. Wenn unschuldige Bürger einer strafbaren Handlung wie Fremdenfeindlichkeit und Fremdenhass beschuldigt werden, es aber nicht sind, dann ist es eben ein Versagen derjenigen, die nichts dagegen tun.



Autor: Franz Hofmann (131)