Vorsicht Zecken:
Die Zeckensaison beginnt im Frühling und zieht sich bis in den Herbst. Ob sie als Holzbock oder kleine Blutsauger bezeichnet werden: Sobald die Temperaturen auf acht bis zehn Grad steigen, wandern die kleinen Tiere los.




Erste Hilfe bei Zeckenbissen
Sie fallen übrigens nicht, wie viele denken, von Bäumen, sondern leben in maximaler Bodenhöhe von 1,5 Metern in Büschen, hohen Gräsern, strauchigem Unterholz und Laub.

Normalerweise sind ihre Stiche harmlos, in Risikogebieten können Zecken jedoch Träger lebensgefährlicher Erreger sein. Einige Zecken übertragen Erreger, durch die Menschen an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Lyme-Borreliose erkranken können.



Zecken - so klein und doch so gefährlich!
Zeckenschutzmittel
Es gibt eine Reihe von Mitteln, die Zecken vom Körper fern halten sollen. Doch die meisten funktionieren nur sehr mangelhaft. Die Stiftung Warentest hat im Jahr 2001 18 Antizecken-Lotions und -Sprays getestet. Das Ergebnis: Nur vier Produkte bieten einen wirksamen Schutz. Sie halten die gefährlichen Parasiten bis zu sechs Stunden auf Distanz. Das sicherste Mittel gegen FSME ist und bleibt eine Grundimmunisierung mit Auffrischungsimpfungen.

Erkrankung bei Menschen.
Phase 1:
Nach einer Inkubationszeit von ca. 7 bis 14 Tagen kommt es zur uncharakteristischen Symptomatik eines fieberhaften Infektes, oft auch mit hohem Fieber einhergehend. Dies klingt nach 1 bis 8 Tagen meist wieder ab.

Phase 2:
Bei etwa 1/3 der Infizierten tritt nach einem fieberfreien Intervall von ca. 1 bis 20 Tagen eine weit schwerere, zweite Erkrankungsphase auf. Deutlich höheres Fieber (bis über 40° C), Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Blutbildveränderungen charakterisieren den Beginn der Erkrankung. Je nach Beteiligung der einzelnen Hirn- und Nervenanteile können dann prinzipiell 3 Erkrankungsformen unterschieden werden

Hirnhautentzündung
Beteiligung der Hirnhäute und des Gehirns
zusätzliche Beteiligung des Rückenmarks
Der Prozentzsatz schwerer Erkrankungsfälle beträgt bei FSME 5 bis 18 Prozent, ca. 2 Prozent verlaufen tödlich.


Zeckengefahr auch für Tiere
Nicht nur für den Menschen, auch für Haustiere wie zum Beispiel Hunde und Pferde, können Zecken als Krankheitsüberträger ein Risiko darstellen. Tierhalter sollten darum auf einen Schutzvor Zecken nicht verzichten.

 

Quelltext: MDR-Ratgeber (136)