Führerschein Beschränkung für Senioren ?



Autofahren kann Senioren den Alltag sehr erleichtern. Nicht zuletzt sichert es Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass es immer mehr Frauen und Männer über 65 Jahren gibt, die Autofahren. Damit steigt aber auch der Anteil älterer Menschen die an Verkehrsunfällen beteiligt sind. Genau hier versucht man wieder Alte gegen Junge auszuspielen. In den letzten Tragen ist plötzlich wieder die Diskussion entbrannt, ob der Führerschein älterer Menschen befristet werden soll. Diese selbsternannten Experten berufen sich darauf, dass die Unfallbeteiligung der Senioren um 57 % gestiegen ist. Dazu folgendes:


1. Unfallbeteiligung heißt noch lange nicht, dass der Lenker den Unfall auch verschuldet hat. Es kann doch nicht einer gesunden Rechtsauffassung entsprechen wenn ein zwanzig jähriger einen Unfall, verschuldet das Opfer ein siebzig jähriger ist und diesen dann der Führerschein beschränkt wird.


2. Die Manipulation mit Prozentsätzen ist die andere Täuschung. Fest steht, dass die Unfallhäufigkeit der über sechzig jährigen nur von den 45 – 60 jährigen unterboten wird. Das heiß auf gut deutsch, wie niedriger die Zahl der Unfälle umso leichter lässt sich der Prozentsatz erhöhen. Beispiel: Haben bei der letzten Wahl 2 Personen KPÖ gewählt und bei der nächsten Wahl 4 Personen, so ist das eine Steigerung von 100%.


3. Wie bereits oben erwähnt, die Menschen werden immer älter und fahren daher auch länger Auto. Wenn sich in dieser Altersgruppe die Unfälle erhöhen so hat das nichts mit schlechten Autofahrern zu tun. Seit der LKW-verkehr einen enormen Zuwachs verzeichnet hat die Unfallhäufigkeit der LKW stark zugenommen und fast bei jedem 2. Unfall ist ein LKW beteiligt. Niemand beschuldigt die LKW Lenker sie seien plötzlich so schlechte Autofahrer. Es ist der logische Anteil der LKW am Straßenverkehr.


4.Zum Schluss noch diejenigen die jetzt am meisten den Mund aufreißen sind auch diejenigen die vor zwei Jahren auf die Barrikaden sprangen als ein Arzt in Wien einen Patienten mit Führerschein der Behörde meldete nachdem er von der Fahruntüchtigkeit des Patienten überzeugt war. Vom Druck der Medien eingeschüchtert hat das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend erlassmäßig verfügt, dass es Ärzten untersagt ist Patienten die aufgrund ihrer Krankheit fahruntüchtig sind,der Behörde zu melden.


Es soll aber auch verdeutlicht werden, wie wichtig es ist, dass Senioren verstehen, auf welche Weise das Alter - wie nachlassende Sehkraft und abnehmendes Reaktionsvermögen - die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. In Österreich ist bis nun niemand gezwungen, regelmäßig seine Fahreignung überprüfen zu lassen. Trotzdem ist es ratsam, ab einem gewissen Alter den Arzt um Beratung zu bitten Was zählt ist die Eigenverantwortung und nicht Diskriminierung durch andere Altersgruppen die selbst ein höheres Risiko im Straßenverkehr darstellen.

Autor: Franz Hofmann(149)