Fördermodel zur 24 Stunden Betreuung.

Zum Zweck der Unterstützung der 24-Stunden-Betreuung wurde vom Sozialministerium ein Fördermodell entwickelt, mit dem Leistungen an pflegebedürftige Personen oder deren Angehörige aus dem Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderungen gewährt werden können.

Diese Förderung kann bis zu 800 € bei Vorliegen von (unselbständigen) Arbeitsverhältnissen oder bis zu 225 € bei Vorliegen von Werkverträgen (bei selbständigen Betreuungskräften) betragen. Die Betreuung muss gemäß den Bestimmungen des Hausbetreuungsgesetzes erfolgen.

Das Betreuungsverhältnis kann in Form der Begründung eines Dienstverhältnisses mit der pflegebedürftigen Person oder einer/einem Angehörigen oder eines Vertrages dieser Personen mit einem gemeinnützigen Anbieter oder durch Beschäftigung einer selbständigen Betreuungskraft bestehen. Zur Qualitätssicherung der Betreuung muss die Betreuungskraft spätestens ab 1.7.2008 eine theoretische Ausbildung entsprechend jener von Heimhelfer/innen aufweisen.

Weiters muss Anspruch auf Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 nach dem Bundespflegegeldgesetz oder einem Landespflegegeldgesetz bestehen.

Bei Antragstellung wird das Einkommen der pflegebedürftigen Person berücksichtigt. Die Einkommensgrenze beträgt 2.500 € netto monatlich, wobei Leistungen wie Pflegegeld, Sonderzahlungen, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Wohnbeihilfen unberücksichtigt bleiben. Für jeden unterhaltsberechtigten Angehörigen erhöht sich die Einkommensgrenze um 400 € bzw. um 600 € für behinderte unterhaltsberechtigte Angehörige. Vermögen bis zu einem Barwert von 7.000 € sowie das Eigenheim, das dem eigenen Wohnbedürfnis der pflegebedürftigen Person dient (z.B. Eigentumswohnung) bleiben ebenfalls unberücksichtigt.

Diese Regelung ist mit 1.7.2007 in Kraft getreten und gilt ab 1.1.2008 unbefristet.


(Quelltext: BMfS 154)