In der Bergheimer ADEG - Fileale sind auch alle 14 Arbeitnehmer älter als 50 Jahre

 




BERGHEIM (SN, APA). Der Handelskonzern ADEG - überwiegend im Eigentum des deutschen EDEKA - eröffnete am Donnerstag in Bergheim bei Salzburg eine Filiale, die sich speziell an den über 50-jährigen Kunden orientiert. Das Konzept zu diesem Pilotprojekt wurde in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. In der neuen Filiale in Bergheim soll getestet werden, ob "50 plus"-Märkte wirtschaftlich funktionieren. Wenn ja, dann sollen bis zu mehreren Dutzend ADEG-Filialen auf dieses Konzept umgestellt werden.

Mit übersichtlicher Verkaufsraumgestaltung, rutschfesten Böden, Einkaufswagen mit Sitzgelegenheit, warmem Licht, gut lesbaren Preisschildern, Konzentration auf Markenartikel oder großzügigeren Parkplätzen soll kaufkräftiges Klientel mit Qualitätsbewusstsein sowie Zeit zum Einkaufen besonders angesprochen werden.

Betreut werden diese Kunden durch Personal, das älter als 50 Jahre ist, weil ältere Arbeitskräfte "besser mit älteren Kunden kommunizieren können und eine bessere Einstellung zur Dienstleistung mitbringen", sagte Roland Stübing, Vorstand der ADEG-AG. "Wir hatten über 100 Bewerbungen für zwei Ganztags- und zwölf Teilzeitstellen. Da wir vom AMS für diese Aktion unterstützt werden und die Krankenstände bei älteren Mitarbeitern keinesfalls höher sind, rechnen wir mit etwa den gleichen Personalkosten", sagte Stübing.

Wie viele der 977 ADEG-Filialen in Österreich auf "50 plus" umgerüstet werden, ist derzeit noch unklar und soll davon abhängig gemacht werden, wie die Kunden dieses Konzept annehmen. "Denkbar sind mehrere Dutzend, konkret geplant sind derzeit drei Filialen im Raum Wien", so Stübing. "Aber ein Umsatzplus von 20 Prozent brauchen wir schon, schließlich sind auch die Investitionskosten in einen derartigen Markt um rund 15 Prozent höher als in eine herkömmliche Filiale.

"50 plus"-Projektleiter Kurt Erlacher sagte, die Preisgestaltung unterscheide sich nicht von allen "normalen" Filialen, lediglich die Werbung konzentrierte sich - neben den üblichen Schnäppchen - auf Markenartikel.

Manfred Schwall, der das Werbekonzept für ADEG entwickelt hatte, ergänzte, "die älteren Kunden brauchen kleinere Portionen und besser lesbare und klarere Hinweise auf den Packungen". Noch gebe es zwar keine konkreten Ergebnisse, aber er hoffe, dass dieser Trend zur Klarheit in der Werbung bald Standard werden wird. Entgegen allen Dogmen der Werbung, das Alter von Kunden möge nicht angesprochen werden, setzt ADEG auf ein klares Bekenntnis zum Engagement für die über 50-Jährigen.

Quelltext und Foto oben SN

 

Ein Feuerwerk der Firma,die gegen den derzeitigen Trent die Erfahrung der älteren Arbeitnehmer zu schätzen weiß.

 

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