Wie kommt es zur Gewalttätigkeiten durch Senioren

Jahrelang hat man sich darauf gefreut, bis endlich der Tag anbricht an dem man den wohlverdienten Ruhestand antreten kann. Darauf gefreut, dass die Abhängigkeit gegenüber dem Arbeitgeber ein Ende hat. Die Streitigkeiten mit den Arbeitskollegen aufhören und die Meinungsfreiheit genießen kann ohne dadurch am beruflichen Weiterkommen behindert zu werden.

Doch kaum hat man die Bürotür hinter sich geschlossen und sich bei der Bank nach der ausgezahlten Abfertigung erkundigt, kommt schon der Tag der Ernüchterung. Plötzlich stellt man fest, dass man sich nach einem arbeitsreichen Leben vom Ehepartner auseinander gelebt hat. Nicht nur dass dieser schon seit Jahren die gegnerische Partei gewählt hat, sondern auch nicht mehr gewillt ist, sein eigenständiges Leben aufzugeben.
Es kommt zu den ersten Streitigkeiten die nicht selten in Gewalttätigkeiten enden. 90 % aller körperlichen Gewalttaten werden von Männern und nur 10 % von Frauen verübt. Gewaltanwendung gegenüber Frauen ist das einzige Verbrechen, dass in allen gesellschaftlichen Schichten gleich verteilt und keine Frage des Einkommens oder der Bildung darstellt.
Die häusliche Gewalt ist weit verbreitet, sei es unter Ehepartnern oder gegenüber der Kindern. In diesen familiären Umfeld glauben die Täter meist, dass sie völlig legal handeln. Diese häusliche Gewalt reicht von seelischen Erniedrigungen bis zur schweren Körperverletzung.

Aber was passiert mit den gewalttätigen Männern?

In Österreich hat der Gesetzgeber bereits vor 12 Jahren das Gewaltschutzgesetz (in Kraft seit 1. Mai 1997) beschlossen. Dieses Gesetz bietet den Gewaltopfern einen besseren Schutz und der Exekutive das Instrumentarium des Wegweiserechts. Gemäß 38 a verhängte die Polizei in der Stadt Salzburg seither über 600 Rückkehrverbote. Diese Rückkehrverbote werden aber sicher nicht zum Ziel führen die Gewalt in der Familie auszurotten. Auch nicht die Gefühlsduselei mit der Umerziehung der Gesellschaft mit der mancher Beratungsstellen hausieren gehen. Erst wenn sich bei Richter der ordentlichen Gerichte die Meinung durchsetzt. dass Verbrechen auch als solche zu bestrafen sind, wird sich die Situation der Opfer verbessern.

Autor:Franz Hofmann

18