Welcher Kohl passt wozu?

Weiß- und Rotkohl
Bekannteste Variation des Weißkohls: das Sauerkraut, der ideale kalorienarme Begleiter zu Kasseler, Würstchen und Wild. Rotkohl schmeckt süßlicher als Weißkohl und ist ein Winterklassiker. Unser Tipp: Er behält seine schöne Farbe, wenn man beim Garen einen Schuss Essig hinzufügt. Passt zu festlichen Wildgerichten und gehört zur Gans wie der Knödel.

Wirsing, Kohlrabi und Chinakohl
Die meisten Vitamine und Mineralien des Wirsings sitzen in den Außenblättern. Frische Kohlrabi erkennt man am grünen Laub. Die Herzblätter mitkochen, sie enthalten viele wertvolle Stoffe! Chinakohl braucht nur die Hälfte der normalen Garzeit. Beim Einkauf auf fest geschlossene Köpfe achten. Eignet sich auch gut für Salate.

Blumen- und Grünkohl
Der besonders gut verdauliche Blumenkohl eignet sich für Schonkost und als Zutat für den Salat. Er sollte nicht aufbewahrt, sondern direkt verwendet werden. Grünkohl gehört zu dem Gemüse mit den höchsten Vitamin- und Mineralstoffwerten. Für den handfesten Schmaus mit Mettwurst und Kasseler bestens geeignet.

Rosenkohl
Nur 0,5 Kilogramm verputzt davon jeder Deutsche im Jahr. Wie auch der Grünkohl wird er durch Frost feiner im Geschmack und passt zu Rindfleisch- und Wildgerichte



Kohl-Rezepte



Borschtsch

Zutaten für die Bouillon:

ein kg Rindfleisch (Brust, Querrippe, Beinscheibe)
vier bis fünf krause Knochen
ein Bund Suppengrün
eine Zwiebel, ein Lorbeerblatt, Salz
500 g Tafelspitz
sowie:
1/2 kleiner Kopf Weißkohl
eine Sellerieknolle
fünf bis sechs Kartoffeln
sechs Rote Bete
zwei Karotten
zwei Stangen Lauch
eine Handvoll Spinat
zwei kleine Äpfel
ein EL Tomatenmark
ein EL Mehl
1/2 Tasse Essig
ein TL Zucker, Salz
saure Sahne

Aus den Bouillon-Zutaten eine Fleischbrühe kochen, zuletzt darin das Stück Tafelspitz gar ziehen lassen. Die Bouillon durch ein Sieb in einen anderen Topf abgießen und das folgende Gemüse kleingeschnitten zufügen: drei geschälte Rote Bete, die Sellerieknolle, die geschälten Äpfel, die Karotten, die geschälten Kartoffeln, den Lauch und den Kohl. Bei geringer Hitze weich kochen, zuletzt die gut gewaschenen Spinatblätter hinzufügen. Unterdessen das Mehl mit einer Tasse Wasser anrühren und damit die Suppe binden; Tomatenmark und das in mundgerechte Stücke geschnittene Fleisch hineingeben. Nun die übrigen Rote Bete schälen, reiben, mit dem Essig und dem Zucker verrühren und zum Borschtsch geben. Abschmecken und zusammen mit der sauren Sahne servieren.



Rosenkohl-Maronen-Eintopf

Zutaten für 4 Personen:
500 g Maronen
250 g Rosenkohl
400 g milder durchwachsener Speck
30 g Schweine- oder Gänseschmalz
Salz, 1/8 l trockener Weißwein
Muskatnuss (frisch gerieben)
weißer Pfeffer (frisch gemahlen)

Zubereitung:
Maronen einschneiden und im Backofen rösten, damit die Schalen sich lösen.
Gewürfelten Bauchspeck langsam in Schmalz auslassen. Zwiebelchen im Speckfett anbraten. Rosenkohl und Maronen hinzufügen, mit Wein schmoren.


Sauerkrautsuppe

Zutaten:
500 g Sauerkraut
1 ½ l Fleischbrühe
¼ l Sahne
ein bis zwei Eier

Zubereitung:
Das Sauerkraut, wenn es zu sauer ist, waschen, danach zerpflücken und in etwa 10 cm lange Streifen schneiden. In der Fleischbrühe etwa 40 Minuten kochen lassen. Die Eier mit der Sahne verquirlen und die Suppe damit zum Schluss legieren. Bitte nicht mehr kochen lassen!


Krautauflauf

Zutaten:
ein Weißkraut (ca. 1 kg)
zwei Zwiebeln
zwei Knoblauchzehen
Salz
150 g Schinkenspeck oder gekochter Schinken
zwei EL Olivenöl
Pfeffer aus der Mühle
zwei Eier
1/8 l Milch
zwei EL Butter,
zwei EL Semmelbrösel

Zubereitung:
Kohl putzen, vierteln, waschen und bis auf den Strunk in feine Streifen schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Geschälten Knoblauch mit etwas Salz zerdrücken. Schinkenspeck oder gekochten Schinken in Streifen schneiden. In einer Kasserolle Öl erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten. Die Speck- oder Schinkenstreifen und den zerdrückten Knoblauch dazugeben, kurz anschmoren, aber nicht bräunen. Die Kohlstreifen untermischen, pfeffern und leicht salzen. Dann 20 Minuten bei geringer Hitze garen, dabei gelegentlich umrühren. Die Eier mit der Milch verquirlen. Einen irdenen Caquelon (Fonduetopf) oder eine feuerfeste Form ausbuttern. Das Kraut einschichten, mit der Eiermilch übergießen und Semmelbrösel darauf streuen. Im Backofen bei 160 Grad etwa Stunde garen und sofort heiß servieren.


Ostpreußisches Rotkraut

Zutaten:
ein Rotkraut
Gänseschmalz zum Anbraten
eine Zwiebel
drei Gewürznelken
ein Boskopapfel
etwas Wasser
Salz
Johannisbeergelee

Zubereitung:
Rotkraut sehr fein hobeln und in Gänseschmalz, zusammen mit der kleingehackten Zwiebel, den Nelken und dem kleingeschnittenen Apfel mit ein wenig Wasser und Salz weich dünsten. Mit Johannisbeergelee abschmecken. Wenn das Kraut zu Wild serviert werden soll, können statt Johannisbeergelee Preiselbeeren verwendet werden.


Bayrischkraut

Zutaten:
ein Weißkraut,
40 g Schweineschmalz
eine Zwiebel
zwei EL Essig
ein EL Zucker
ein saurer Apfel
Salz
Pfeffer
1/8 l Fleischbrühe

Zubereitung:
Den Kohlkopf teilen, putzen und in nicht zu feine Blätter hobeln. Den Zucker mit dem Schmalz leicht bräunen, die gehackte Zwiebel und den zerschnittenen Apfel mit anbraten und das Kraut draufpacken. Salzen, pfeffern und mit Brühe angießen. Den Deckel schließen und etwa eine Stunde lang schmoren. Eventuell noch Brühe zugeben. Zum Schluss mit Essig säuerlich abschmecken.


Rosenkohl-Tomaten-Gratin

Zutaten für vier Personen:
ein kg Rosenkohl
ein Liter Gemüsebrühe
vier große Tomaten
ein EL Butter
Kräutersalz und Pfeffer
Muskatnuss
Ein Becher saure Sahne
Petersilie
100 g geriebener Bergkäse

Zubereitung:
Den geputzten Rosenkohl in der Gemüsebrühe nicht zu weich kochen. Im Sieb abtropfen lassen. Tomaten überbrühen abziehen und würfeln. Butter unter den Rosenkohl mischen. Rosenkohl und Tomatenwürfel in eine gebutterte Auflaufform schichten, mit Kräutersalz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss bestreuen. Sahne und gehackte Petersilie verrühren, drübergießen und geriebenen Käse drüberstreuen. Im Ofen bei 200°C etwa 20 bis 30 Minuten überbacken.


Wirsing in Gorgonzola Sauce

Zutaten für 4 Personen:
ein kleiner Wirsing
Salz
zwei EL Butter
zwei bis drei EL Weizen-Vollkornmehl
200 g Gorgonzola
zwei EL Crème fraiche
Kräutersalz
Pfeffer
ein EL Sonnenblumenkerne

Zubereitung:
Den Wirsing putzen, waschen, in acht Teile schneiden und den Strunk nur soweit herausschneiden, dass die Wirsingblätter noch zusammenhalten. Die Wirsingachtel in Salzwasser etwa zehn Minuten gar kochen und anschließend auf einem Sieb gut abtropfen lassen. Die Wirsingbrühe aufheben. Die Wirsingteile in eine leicht eingefettete Auflaufform legen. Die Butter erhitzen, das Mehl einrühren und die Mehlschwitze mit etwa 250 ml des Wirsingkochwassers ablöschen. Den Gorgonzola mit einer Gabel zerdrücken und zusammen mit der Crème fraiche unter die Sauce mischen. Diese noch einmal aufkochen lassen, mit Kräutersalz und Pfeffer abschmecken und über den Wirsing geben. Die gerösteten Sonnenblumenkerne drüberstreuen und das Ganze im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa zehn Minuten erwärmen. Dazu schmecken Bratkartoffeln.


Blumenkohl-Brokkoli-Gratin

Zutaten für vier Personen:
ein kleiner Blumenkohl
300 g Broccoli
250 g Penne
vier Tomaten
250 g Mozzarella
etwas Butter
200 ml Sahne
zwei Eier
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Petersilie

Zubereitung:
Den Blumenkohl und den Brokkoli waschen, putzen und in kleine Röschen zerteilen. Das Gemüse in Salzwasser etwa fünf Minuten garen, herausnehmen und abtropfen lassen. Gleichzeitig die Nudeln in kochendem Salzwasser etwa sieben Minuten "al dente" garen, abgießen und abtropfen lassen. Die Tomaten in kleine Würfel, den Mozzarella in Scheiben schneiden. Eine Auflaufform buttern und einen Großteil der Nudeln hineingeben. Darauf als zweite Schicht das bunte Gemüse geben und die restlichen Penne obenauf verteilen. Die Sahne mit den Eiern verquirlen, Salz und Pfeffer über das Gratin geben. Etwa 20 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 225°C garen, kurz herausnehmen, mit den Mozzarella-Scheiben belegen und weitere drei bis vier Minuten überbacken, bis der Käse leicht zerläuft. Mit der Petersilie bestreuen.

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