Senioren im Internet


Das Internet kann vor allem für Menschen in Alter als Plattform für Kommunikation, Information und Gedankenaustausch genutzt werden. Mehr als ein Drittel der Österreichischen Bevölkerung, also knapp 2,7 Millionen Menschen sind älter als 50 Jahre. Davon surfen laut Austrian Internet Monitor 43 Prozent der 50 bis 59-Jährigen aber nur 12 Prozent der über 60-Jährigen im Internet. Unser gemeinsames Ziel soll es daher sein, dass die Senioren in Salzburg (Lehen) im Bereich der Internetnutzung eine Spitzenposition erreichen. Es besteht also Handlungsbedarf und alle Organisationen die sich Seniorenarbeit und Seniorenbildung auf ihre Fahnen geheftet haben sind gefordert die
 

erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Wichtig; die Orientierung an den Bedürfnissen älterer Internet-Nutzer anpassen und die richtigen Voraussetzungen für barrierefreier Online Angebote zu schaffen.

Im wesentlichen geht darum, dieser Zielgruppe die Möglichkeit zu erleichtern, selbst aktiv zu werden. Hier ergeben sich Chancen und Möglichkeiten: Resourcen an Wissen, Hilfe durch Selbsthilfe und geistige Aktivitäten. Das Sprichwort " Wo ein gesunder Geist, ist auch ein gesunder Körper" hat seine Richtigkeit nicht verloren.

Selbstbewusst im Internet surfen kann vor allen ältere Menschen von der bedrückenden Einsamkeit befreien. Einsamkeit verursacht Gesundheitsprobleme und verringert die Lebenserwartung und nicht so sehr wie in der letzten Zeit in den Medien kolportiert wurde, die geringe Pension. Obwohl ein ursächlicher Zusammenhang von geringen Lebensstandard und Einsamkeit sicher gegeben ist. Da in Zeiten wie diesen, die Senioren nicht mit einer Erhöhung ihres Lebensstandards rechnen können, müssen andere Wege gefunden werden die Sackgasse der Einsamkeit zu verlassen. Der Einstieg ins Internet bietet sich als alternative geradezu an.

Was sind aber die Ursachen der Inaktivität der älteren Generation gegenüber dem Internet?
Ein Hauptgrund ist darin zu finden, dass viele ältere Menschen die irrige Ansicht vertreten, "ich bin dafür schon zu alt". Rein quantitativ wird aber die Gruppe der über 50 jährigen in 20 - 30 Jahren die Gesellschaft dominieren. Es ist auch heute schon schwierig die genaue Grenze zwischen jung und alt zu erkennen. 70järige betreiben noch Leistungssport , Tennis, Schifahren, Bergsteigen oder Radfahren. Ihr Interesse konzentriert sich, die körperliche Leistungsfähigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Fachleute gehen aber heute davon aus, dass in spätestens 5 - 10 Jahren jeder Österreicher der nicht in der Lage ist mit einer Computer-Maus umzugehen, als Analphabet gelten wird. Zurückblickend auf die Entwicklung der letzten 5 Jahre kann dieser Aussage glauben geschenkt werden. Laut Statistik Austria lebten 2001 in Österreich 21 % (in Salzburg 17 %) Menschen über 60 Jahre und das bei einer Lebenserwartung von 75.91 Jahren für Männer und 81.68 Jahren für Frauen. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen werden in einigen Jahren 1/5 der österreichischen Menschen als Analphabeten eingestuft werden. Entmutigend die Tatsache, dass es jene Generation betrifft, die Österreich aufgebaut und eigentlich den technischen Fortschritt und Wohlstand in unser Land gebracht haben.

Ein weiterer Grund ist die Unterschätzung ihrer eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten. Viele Senioren glauben noch, um einen Computer bedienen zu können sei ein Certificate einer amerikanischen High-school oder ein Universitätsstudium erforderlich. Niemand soll zum Programmierer oder Webmaster ausgebildet werden. Für das erlernen der Grundbegriffe für den Umgang mit einen PC kann schon die Hilfe der Enkel ausreichen. Ist einmal das Interesse geweckt, ist der Weiterbildung ohnehin Tür und Tor geöffnet. Nicht nur das Umfeld, auch die Senioren selbst sind gefordert, Sorge zu tragen, dass Österreich beim Umgang mit dem neuen Medium nicht auf den Wissenstand eines 3. Weltlandes wie BANGLADESH absinkt.

Autor: Franz Hofmann