Wintergemüse Kohl (Kraut)
Von Sabine Neumann -Queck

 

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit wird Kohl überall angeboten. Er ist ein klassisches Wintergemüse, das man in den verschiedensten Zubereitungsarten genießen kann. Kohl ist kalorienarm, ballaststoffreich und voller Vitamine. Dazu muss er allerdings zuerst draußen auf dem Feld den ersten Frost erlebt haben, denn Frost stabilisiert eine Reihe von Wirkstoffen im Kohl, die dann vom menschlichen Organismus besser aufgenommen werden können. Kohl, der aus dem Frost kommt, schmeckt kräftiger, und er enthält mehr Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme.

Kohlblätter enthalten viel Betakarotin, Vitamin A , Vitamin E und B-Vitamine und besonders Vitamin C. Mit 100 Gramm Kohl kann man den Tagesbedarf decken. Bei Kohl bleibt trotz langen Kochens das Vitamin C erhalten, während es beim Erhitzen in fast allen anderen Naturprodukten verloren geht. Kohl enthält auch reichlich Kalzium: Mit einer Portion Kohl - das sind 250 Gramm - nimmt man soviel Kalzium auf, wie in zwei Glas Milch enthalten sind. Kohl ist in vieler Hinsicht gesundheitsfördernd, denn er schützt durch seinen Anti-Ulcus-Faktor vor Magen- und Darmgeschwüren und kann helfen, erhöhte Cholesterinwerte abzubauen.

Zum Thema:
Tipp

Wenn man Kohl für ein bis zwei Tage ins Tiefkühlfach oder in die Tiefkühltruhe legt, können Blähungen vermieden werden. Denn Kälte macht die Blätter besser verdaulich. Der blähenden Wirkung des Kohls können Sie mit Gewürzen wie Anis, Fenchel und Kümmel vorbeugen. Wärmen Sie ein Kohlgericht, das vom Vortag übrig geblieben ist, niemals auf. Kohl enthält aus dem Boden Nitrate und Nitrite, die beim Erhitzen in krebserregende Nitrosamine umgewandelt werden können.

Quellrext: MDR./Gesundheit und Ernährung